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Die Verfolgung der Roma
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Verfolgung der Roma in der 1. Republik
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Die Verfolgung der Roma

Auch die Verfolgung der Roma begann Jahre vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Unter den Nationalsozialisten erreichte sie aber ihren schrecklichen Höhepunkt. In der nationalsozialistischen Rassenlehre nahmen die Roma eine Sonderstellung ein. Sie wurden zwar teilweise als „Arier“ angesehen, aber ihre Lebensweise passte trotzdem nicht ins Konzept der Nationalsozialisten und so wurden sie meist unter der Kategorie „Asoziale“ in Konzentrationslager eingeliefert.

Gleich nach dem Anschluss begannen die Nationalsozialisten auch Roma und Sinti in Österreich zu verfolgen. Nach ihren Schätzungen gab es damals ca. 11.000 Roma in Österreich. Bereits 1938 wurden 232 Roma inhaftiert und in Konzentrationslager eingewiesen.

Zwangsarbeit in Arbeitslagern

1939 ordnete das Reichskriminalpolizeiamt die Einweisung von 3000 arbeitsfähigen burgenländischen Roma in Konzentrationslager an. Es wurden Sammellager und kleinere Arbeitslager errichtet, in welchen Roma Zwangsarbeit unter strengster Bewachung durchführen mussten. Derartige Lager gab es in Wien, in der Steiermark (Leoben, Graz, Kobenz, Triebendorf, Unzmarkt, Zeltweg, St. Georgen ob Judenburg und St. Lambrecht bei Neuberg), in Oberösterreich (Weyer), in Salzburg (Maxglan), und in Niederösterreich (Hinterberg, Perg, Karlhof in Kammern, Fischamend, und Groß-Globnitz).

Sammellager Lackenbach

1940 wurde im Burgenland nahe der ungarischen Grenze das „Zigeunerlager Lackenbach“ in einem ehemaligen Gutshof eingerichtet. Die dort gefangenen Roma mussten in Ställen und Scheunen leben und Zwangsarbeit leisten. Prügelstrafen, Appellstehen und Essensentzug standen an der Tagesordnung. Bei Fluchtversuchen wurde geschossen. Die katastrophalen Lebensbedingungen führten bald zum Ausbruch einer Fleckfieberepidemie, der zahlreiche Roma zum Opfer fielen. Am 1. November 1941 erreichte die Zahl der Inhaftierten den Höchststand von 2335 Personen, ein Drittel davon waren Kinder.

Deportation und Ermordung

Im Herbst 1941 wurden 5000 österreichische Roma in das Ghetto in Lodz / Litzmannstadt und von dort weiter ins Vernichtungslager Kulmhof deportiert und dort vergast. Niemand überlebte. Knapp ein Jahr später erging 1943 der Befehl Himmlers zur Deportation der restlichen österreichischen Roma nach Auschwitz-Birkenau. Anfang April wurden ca. 2700 österreichische Roma in Güterwaggons nach Auschwitz-Birkenau gebracht, wo sie gemeinsam mit vielen anderen Roma aus ganz Europa unter schrecklichen Umständen im sog. „Zigeunerfamilienlager", leben mussten. Täglich starben dort Häftlinge an Erschöpfung, Krankheit, an grausamen medizinischen Versuchen der SS-Ärzte und in den Gaskammern. Die meisten von ihnen waren Alte, Frauen und Kinder.

Bis Ende 1943 starben 70 Prozent der Häftlinge des Zigeunerlagers. Ende Juli 1944 wurden alle Insassen des Zigeunerlagers Auschwitz-Birkenau, die als noch arbeitsfähig angesehen wurden, in verschiedene andere Konzentrationslager verlegt und als Zwangsarbeiter in Industriebetrieben eingesetzt. Am 2. August 1944 trieb die SS alle restlichen Häftlinge in die Gaskammern.

Opferbilanz

Von den geschätzten 11.000 österreichischen Roma wurden ca. zwei Drittel in den Arbeits-, Sammel- und Konzentrationslagern ermordet; von den 7000 Roma des Burgenlands überlebten nur 600-700 den Holocaust.
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Heute: 25. Mai 2013
Damals: 25. Mai 1944

Anne schreibt in ihr Tagebuch: „Heute Morgen ist unser Gemüsehändler verhaftet worden, er hatte zwei Juden im Haus.“

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