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Konzentrationslager Mauthausen
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Konzentrationslager Mauthausen

Im August 1938, fünf Monate nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, wurde in der Nähe der oberösterreichischen Kleinstadt Mauthausen von der SS ein großes Konzentrationslager errichtet.

Das Konzentrationslager erfüllte für die SS zwei Funktionen: Erstens die Bekämpfung der Gegner, indem man sie einsperrte, folterte und tötete, und damit auch nach außen hin Schrecken verbreitete. Zweitens die Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge.

Einschüchterung durch Mord und Totschlag

Mauthausen wurde als einziges KZ als Lager der Stufe III eingestuft, als Lager mit den härtesten Haftbedingungen. In den ersten Jahren mussten die Häftlinge in Mauthausen und Gusen beim Lageraufbau und in den Steinbrüchen arbeiten. Misshandlungen, Bestrafungen, Krankheiten, der ständige Hunger und die Allgegenwart des Todes bestimmten den „Alltag“ im Lager und auf den Arbeitsstätten. Die SS ermordete ihre Häftlinge in Mauthausen auf vielfältige Weise: Die Häftlinge wurden erschlagen, erhängt, erschossen; kranke Häftlinge ließ man erfrieren, verhungern oder tötete sie durch Herzinjektionen oder Giftgas.

Sklavenarbeit

Die zweite Funktion der Konzentrationslager war die Ausbeutung der Arbeitskraft der Häftlinge. Ab dem Jahr 1943 kam es aufgrund der immer häufiger werdenden Niederlagen im Krieg zu verstärkten Rüstungsbemühungen. Die Mehrzahl der KZ-Häftlinge wurde von nun an zur Zwangsarbeit in Rüstungsbetrieben herangezogen. So entstanden neben dem Hauptlager in Mauthausen und dem Lager in Gusen zahlreiche, über ganz Österreich verteilte Außenlager in denen Waffen für die Wehrmacht produziert wurden.

Fast 200.000 Menschen aus fast allen europäischen Ländern wurden entweder aufgrund ihrer politischen Meinung, ihrer „kriminellen Vorstrafen“, ihrer religiösen Überzeugung, ihrer Homosexualität, aus „rassischen“ Gründen oder als Kriegsgefangene nach Mauthausen deportiert. Die Hälfte von ihnen wurde hier ermordet.
Urheberrechte:
BMI Abt. IV/7 (u-15-16-02-a)
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