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Widerstand
Widerstandsgruppen
Karl Gröger
Ella Lingens
Irene Harand
Flugblatt
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Widerstand
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Nach dem Anschluss war es in Österreich sehr schwer, den Nationalsozialisten Widerstand zu leisten. Allein schon die eigene Meinung auszusprechen war lebensgefährlich. Viele Menschen wurden wegen Kleinigkeiten von ihren eigenen Nachbarn verraten und angezeigt. Ein abfälliges Wort gegen Hitler im Gemüseladen, ein verweigerter Hitlergruß im Dorf, ein unerlaubt gehörtes englisches Radioprogramm konnten schon Grund genug sein, um von der Geheimen Staatspolizei abgeholt zu werden. Allzuoft waren Folter, Haft und Konzentrationslager die Folge. Der Hass der Nationalsozialisten auf alles was ihnen nicht gefiel war grenzenlos.
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Und dennoch gab es auch in Österreich Menschen, die den Widerstand wagten. Angefangen von der Verweigerung der Zusammenarbeit, heimlich verteilten Flugzetteln, über Juden, die man bei sich in der Wohnung versteckte bis hin zur Kriegsdienstverweigerung und schließlich dem offenen Kampf mit der Waffe in der Hand boten sie den Nationalsozialisten die Stirn. Falls sie dabei gefasst wurden, bedeutete dies meist ihren sicheren Tod.
Etwa 2700 ÖsterreicherInnen wurden als aktive Widerstandskämpfer zum Tod verurteilt und hingerichtet, und zirka 32.000 ÖsterreicherInnen starben in Konzentrationslagern und Gefängnissen. Geschätzte 15.000 ÖsterreicherInnen kamen als alliierte Soldaten, als Partisanen oder im europäischen Widerstand um. Rund 100.000 ÖsterreicherInnen waren aus politischen Gründen inhaftiert.
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Da die nationalsozialistische Geheime Staatspolizei mit bezahlten Spitzeln versuchte, jeden Widerstand ausfindig zu machen und zu bestrafen, stand die Geheimhaltung im Widerstand an oberster Stelle. Die meisten Menschen, die in Österreich Widerstand leisteten, taten dies in kleineren Gruppen oder ganz alleine, denn jeder Bekannte, jeder Freund konnte morgen schon ein Spitzel für die Gestapo sein. Dadurch war es schwer, die einzelnen Widerstandsgruppen zu verbinden. Erst in den letzten Kriegstagen, als die Macht der Nationalsozialisten schon zu wanken begann, traten größere Gruppen ans Tageslicht.
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Obwohl sie die Gegnerschaft zu den Nationalsozialisten verband, hatte jeder seine ganz persönlichen Gründe, sich gegen die Hitlerdiktatur zu wehren. Manche taten es aus religiösen Gründen, andere aus moralischen, weitere aus politischen, oder anderen Gründen. Wie das Leben nach dem „3. Reich“ aussehen sollte war umstritten. Zu verschieden waren die Weltanschauungen der einzelnen WiderstandskämpferInnen.
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Wer war in deiner Umgebung GegnerIn des Nationalsozialismus? Versuche beim Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes herauszufinden, wer aus deinem Bezirk in welcher Form am Widerstand beteiligt war.
Auch im Buch „Die Gerechten Österreichs“ von Mosche Maisels findest du viele Namen von ÖsterreicherInnen, die sich dem Zwang der Nationalsozialisten entgegenstellt haben und unter Gefährdung ihres eigenen Lebens, Juden geholfen haben.
Du kannst dich auch am Projekt „Letter to the stars“ beteiligen und am Aufbau eines digitalen Denkmals mitarbeiten. Sieh auf der Homepage www.lettertothestars.at nach, wie man das macht.
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Urheberrechte:
Foto: ÖNB Bildarchiv Austria, Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte
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Heute: 20. Juni 2013
Damals: 20. Juni 1942
Anne weiht ihr Tagebuch feierlich ein. Sie sieht es als eine Freundin: Kitty.
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